Hannover 96 tritt am Millerntor an – und spielt um mehr als den Sieg

18. März 2017 @

Wenn Hannover 96 heute um 13 Uhr in Hamburg am Millerntor antritt, geht es zunächst um drei Punkte für den Wiederaufstieg. Und da spricht zunächst die Entwicklung der beiden Mannschaften eher gegen die Gäste von der Leine. Während sie sich eher „zurückentwickelten“, haben die Gastgeber den umgekehrten Weg genommen. Sie kämpfen sich zur Zeit Punkt für Punkt vom Tabellenende weg, lassen es dabei nicht an Moral und Einsatzwillen fehlen und sind durchaus ein Modell für Teamgeist.

Daniel Stendel kommt nach wie vor gern zur Arbeit, sagte er – Foto: JPH

Kann Hannover dabei dagegenhalten? Wer die Mannschaft in diese Rückrunde regelmäßig begleitet hat, kommt zu einem „Nein“. Schlechtere Spiele folgten auf schlechte, Siege waren glanzlos und der Tiefpunkt war in Karlsruhe erreicht. Sollte das Spiel gegen TSV 1860 München die Wiedergutmachung sein? Kann man nicht so einstufen. Die Münchner waren druckvoller und hatten die besseren Chancen. Und das ist sicher auch von den Hamburgern zu erwarten, die diese Partie sich sicher angesehen und die vielen Individuellen Fehler erkannt haben.

Durch die gewonnenen Spiele dürfte Lienens Elf dazu ein höheres Selbstvertrauen haben als die Roten, denen zudem die Trainerfrage im Nacken sitzt. „Das ist eine echte Aufgabe für uns“, sagte dann auch Stendel am Donnerstag und Manager Horst Heldt versuchte, den Tabellenblick mit dem Hinweis, man habe alle direkten Konkurrenten noch zuhause zu Gast, zu entspannen.

Doch das ist alles „Pfeifen im Wald“. Ohne Punkte steigt man nicht auf – Punkte holt man mit Siegen – es sind nur noch 30 Punkte zu vergeben. Braunschweig hat bereits gewonnen, Union hat mit Nürnberg auch nicht den schwersten Brocken zu Gast und Stuttgart bleibt auch bei einem Unentschieden vorn. Holt Hannover dagegen ein Unentschieden, bleiben die Braunschweiger auf Platz 3.

Marvin Bakalorz wird wohl spielen – Foto: JPH

Dabei entspannt sich die personelle Situation bei 96, lässt man die länger Verletzten Strandberg (Achillessehnenoperation) und Karaman (Sprunggelenksverletzung) mal außer Acht. Sorg kommt zurück, auch Sobiech, Hübner, Bakalorz und Sarenren-Bazee.  Klaus fällt aus, aber nur für ein Spiel zunächst, mit einer Prellung. Mit vier Ausfällen muss auch Lienen klarkommen.

Rund 2700 Fans begleiten die Mannschaft nach Hamburg und das Spiel dort ist ausverkauft. Wohl nicht allein des Spiels wegen – sicher auch wegen der Trainerfrage danach. Also: die Zeichen deuten auf Trennung, die Gerüchteküche zu einem Nachfolger brodelt und spätestens in den kommenden Tagen wird man mehr wissen.

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