30 Jahre Behinderten- und Koronarsport beim Lehrter SV

17. März 2017 @

Das ist kein Aprilscherz: Am 1. April besteht die Abteilung Behinderten- und Koronarsport im Lehrter SV 30 Jahre. „Angefangen hat alles mit sechs Leuten, jetzt sind wir 60“, sagt Karl-Heinz Hettenhagen, Abteilungsleiter der Koronarsportler. „In der Hauptsache sind die zwischen 60 und 85 Jahren.“ Mindestens zwei Jahre blieben die meisten dabei, wenn ihnen der Arzt eine Verordnung gibt. „Manch einer aber auch Jahrzehnte“, so Hettenhagen. Der Abteilungsleiter selbst ist auch  fast seit Anfang an dabei: Seit dem 1. August 1987. Seit 1999 ist er Spartenleiter und hat die Entwicklung der Abteilung somit hautnah begleitet.

Erinnerung an die Faschingsparty weckt dieses historische Foto: Foto: Privat

Und dazu gehört beileibe nicht nur die regelmäßige Gymnastik. Wobei die natürlich das Kernstück bildet. In zwei Gruppen bringen die Trainerinnen Ursula Engling-Geerligs und Jutta Löddig die Teilnehmer sanft aber nachhaltig auf Trab. Denn es gibt auch solche, die relativ kurz nach einem Infarkt vom Arzt eine Verordnung bekommen mit der Weisung, sich einer solchen Gruppe anzuschließen. „Anfänger kommen am besten dienstags von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr in die Sporthalle an der Schlesischen Straße“, sagt Hettenhagen. In der zweiten Gruppe, ebenfalls dienstags von 19.30 bis 20 Uhr, gehe es doch etwas anspruchsvoller und schweißtreibender zu. „Da machen wir auch Ausdauertraining“, sagt der Spartenleiter. Doch alles im sicheren Rahmen: Falls jemand ärztliche Versorgung benötigt, ist diese vor Ort.

Ganz wichtig ist aber auch die Geselligkeit. So wurde schon früh gemeinsam Fasching gefeiert- in lustigen Kostümen in der Turnhalle. Höhepunkte waren jedoch die Busfahrten. Vorsichtig begonnen mit einer Halbtagestour mit Kutschfahrt zu einem Forellenhof in der Heide entwickelte sich die Tradition einer Dreitagesfahrt. „Der Bus war immer voll“, schwelgt Hettenhagen in Erinnerungen. Nach Berlin und in den Spreewald, Königsstein, zur Meyerwerft nach Papenburg und an zahlreiche andere Orte führte die Reise. „Das war immer schön“, erinnert sich eine langjährige Mitstreiterin Hettenhagens und zeigt die Fotos, die sie mitgebracht hat. Doch diese Ausflüge gehören leider der Vergangenheit an. „Die meisten können es gesundheitlich nicht mehr“, sagt Hettenhagen, der die Touren organisiert hatte. „Vielleicht sollten wir mal wieder eine Tagesfahrt anbieten“, denkt er voraus.

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