21. Immenser „Dreschefest“ mit Parcours-Premiere

17. August 2015 @

Dieses Wochenende stand Immensen wie jedes Jahr im August ganz im Zeichen des „Dreschefests“. Bereits zum 21. Mal veranstaltete der Verein „Freunde Historischer Fahrzeuge“ (FHF) in Immensen auf dem Mühlenberg das „Dreschefest“. Dabei kommen historische Landmaschinen aller Art zu einer Ausstellung und zu einem Wettkampf zusammen. Die veranstaltung ist immer ein Highlight im Lehrter Ortsteil.

Zahlreiche Maschinen aus der Landwirtschaft wurden auf dem Gelände präsentiert - Foto: LAK

Zahlreiche Maschinen aus der Landwirtschaft wurden auf dem Gelände präsentiert – Foto: LAK

Der Verein FHF hat genau 100 Mitglieder, wobei 40 Prozent davon als Fördermitglieder eingeschrieben sind. Ungefähr 40 ehrenamtliche Helfer davon machten es an diesem Wochenende möglich, dass es Kaffee und Kuchen und viele Live-Attraktionen zu bestaunen gab. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, zudem konnten sich Kinder über eine Heuspielburg freuen. Zusätzlich wurde selbstgemachte Marmelade, Wurst sowie Kunsthandwerk angeboten.

Die kinder hatten viel Spaß auf der "Heu-Hüpfburg" - Foto: LAK

Die Kinder hatten viel Spaß auf der „Heu-Hüpfburg“ – Foto: LAK

Der 2. Vorsitzende des Vereins, Uli Schulz, zeigte sich zufrieden mit dem Fest: Man rechne am gesamten Wochenende mit ungefähr 3000 Besuchern und etwa 150 Ausstellern von Privat, Gewerbe und Sammlern, so seine Angabe. Die weiteste Ausstelleranreise darf tatsächlich aus dem 500 Kilometer entfernten Bocholt verzeichnet werden. Viele Maschinen kamen noch mit eigener Motorkraft nach Immensen, einige Exponate reisten allerdings auch per Tieflader an.

Herbert Gröne mit seinem "Foster" im Maßstab 1:3 - Foto: LAK

Herbert Gröne mit seinem „Foster“ im Maßstab 1:3 – Foto: LAK

Auch Herbert Gröne war dabei. Mit seinem „Foster“ im Maßstab 1:3 fuhr er auf dem Gelände und präsentierte es dabei. Fünf bis sechs Jahre arbeite man an so einem Gefährt, das ein Gewicht von 500 Kilogramm auf die Waage bringt. Es ist zwar privat zusammen gebaut, aber für bestimmte Teile braucht man zertifiziertes Material und Werkstätten, schon aus Sicherheitsgründen.

Mitglieder und Nichtmitglieder stellten ihre Fahrzeuge, ob groß oder klein, hier zur Schau. Regelmäßige Live-Vorführungen mit den Geräten sorgten für Interesse und Staunen. Zuschauern, die interessiert mit Film- und Fotokameras daneben standen, konnten bei dem angenehmen Wetter auf gutes Bildmaterial setzen.

Live Demonstrationen fanden viele Zuschauer absolut spannend - Foto: LAK

Live Demonstrationen fanden viele Zuschauer absolut spannend – Foto: LAK

In diesem Jahr war das Motto die Holzverarbeitung mit vielen Attraktionen. Man hörte ständig irgendwo einen Motor knattern, und es lag über dem Gelände auf dem Mühlenberg ständig ein öliger Geruch in der Luft. Zudem fuhr Dirk Claaßen mit seinem Hanomag L28 Baujahr 1951 bis zu neun Personen ständig über das Gelände.

Dirk Claaßen fuhr mit seinem Hanomag L28 die Besucher über das Gelände - Foto: LAK

Dirk Claaßen fuhr mit seinem Hanomag L28 die Besucher über das Gelände – Foto: LAK

Thorsten Kochanneck, 1. Vorsitzender des FHF, erinnert sich auch gerne an die Anfänge dieser Veranstaltung. Als diese „Schnappsidee“, wie er es bezeichnet, entstand, begann man mit einem Bratwurststand und 30 Fahrzeugen in Immensen. Dabei wollte man mal zeigen, wie es früher auf dem Feld so aussah. Nun ist es Kult geworden, und Immensen in der Dampf und Trecker Szene ein Begriff“, so Kochanneck.

Jan Kramer präsentierte zum ersten Mal einen Parcours für Trecker. Bisher hatte man im Wettkampf der Traktoren immer Gewichte gezogen. „Da hatte immer der stärkste gewonnen“, meinte Kramer. Deshalb hatte er für dieses Mal fünf Disziplinen entwickelt, die es zu bewerkstelligen galt. Von zehn Metern blind fahren, und somit mit seinem Fahrzeug einzuschätzen, was etwa zehn Meter sind, bis hin zum ausbalancierten Stehen auf einer Wippe – alles bot Spannung und Spaß für Fahrer und Zuschauer. 50 Punkte waren dabei maximal zu holen. Die Gewinner, die bei Redaktionsschluss noch nicht feststanden, können unter anderem auf ein fünf Liter Fass Bier und eine Mettwurst freuen.

Wilfried Röhling auf der Wippe, begutachtet vom Punktrichter Jan Kramer - Foto: LAK

Wilfried Röhling auf der Wippe, begutachtet vom Punktrichter Jan Kramer – Foto: LAK

Das konnte sich unter anderem Wilfried Röhling aus Steinhorst nicht nehmen lassen. Mit seinem Fiat 640DT mit 64 PS hatte er zweieinhalb Stunden hier Immensen gebraucht und fuhr nun mit Freude den Parcours ab.

33 Punkte und viel Spaß fuhr er unter den Augen seiner Tochter Laura ein. „Am 20. September haben wir in Steinhorst ein Oldtimertreffen. Vielleicht übernehmen wir die eine oder andere Idee von hier“, überlegte Mitorganisator Röhling.

Der Eintritt zum fest in Immensen betrug drei Euro und Kinder bis 12 Jahren waren kostenlos dabei. Im nächsten Jahr wird das Dreschefest wieder wie gewohnt im August in Immensen stattfinden, und man hofft dann auf noch mehr Aussteller und Fahrzeuge.

Anzeige

Kommentare gesperrt.

© 2017 Sehnde-News.